Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Energieeffizienz |

Überarbeitete Förderstrategie des Bundes für effiziente Gebäude vorgestellt...

Das Bundeswirtschaftsministerium hat bereits 2017 eine „Förderstrategie Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien“ vorgelegt, mit der die Energieeffizienzförderung neu geordnet, gebündelt und übersichtlicher dargestellt werden soll.

Ein Baustein dieser Förderstrategie ist die Zusammenfassung von vier bestehenden Förderprogrammen (mit 10 Teilprogrammen) in der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG). Das neue Bundesförderprogramm enthält nur noch drei Teilprogramme: Wohngebäude, Nichtwohngebäude und Einzelmaßnahmen.

Es soll zum 01.01.2021 starten und fasst die bisherigen Förderungen der KfW und des BAFA für die Energieeffizienz von Gebäuden und die Nutzung erneuerbarer Wärme zusammen. Die Umsetzung der BEG wurde im Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung (Punkt 3.4.2.2) angekündigt. Damit soll die Adressatenfreundlichkeit und Attraktivität der Förderung deutlich gesteigert, diese noch stärker auf ambitioniertere Maßnahmen gelenkt und die Antragsverfahren deutlich vereinfacht werden.

Wir haben die wichtigsten Punkte der BEG hier zusammengestellt:

  • Stärkere Prämierung von Erneuerbaren Energien durch spezielle „Effizienzhaus EE“-Boni und von Nachhaltigkeitsaspekten durch die Einführung von „Effizienzhaus NH“-Boni
  • Weitgehende Angleichung der systemischen Förderung von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Einführung des Effizienzhaus 40 in der Sanierung (WG / NWG) und beim Neubau (NWG). Effizienzhaus 115 und 85 werden gestrichen (WG).
  • Parallele Kredit- und Zuschussförderung über alle Bereiche. Für alle Förderungen soll zwischen Zuschuss oder Kredit mit Tilgungszuschuss gewählt werden können.
  • Ein gemeinsamer Antrag für die Förderung von Effizienzmaßnahmen und Erneuerbare Energien bei Sanierungs- oder Neubauvorhaben sowie die Förderung der Baubegleitung ausreichend.
  • Verbesserung der Schnittstellen zur Energieberatung - Berücksichtigung von individuellen Sanierungsfahrplänen in der Investitionsförderung
  • Erhöhung der Förderung für die Baubegleitung bei Wohngebäuden in Abhängigkeit von der Anzahl der Wohneinheiten
  • Einführung der Baubegleitungsförderung bei Nichtwohngebäuden (Förderquote 50%)
  • Bislang optionale Einbindung von Energieeffizienz-Experten soll auch bei Nichtwohngebäuden obligatorisch werden

Die neuen Förderrichtlinien wurden am 07.03.2020 mit den beteiligten Verbänden diskutiert und sollen in Kürze veröffentlicht werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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