Bundespreis Umwelt und Bauen 2021

Nachhaltigkeit |

Auszeichnungen für zukunftsfähiges Bauen und klimagerechtes Sanieren

Für nachhaltige Gebäude und Quartiere mit zukunftsweisenden Lösungen zum Klimaschutz

Nach der großen Resonanz des ersten Bundespreises 2020 wurde der Bundespreis 2021 erneut ausgelobt. Wieder wurden gelungene Projekte in unterschiedlichen Kategorien ausgezeichnet und für alle Interessierten online zugänglich gemacht. Die Auszeichnung wurde durch den parlamentarischen Staatssekretär Florian Pronold und den Präsidenten des Umweltbundesamtes Prof. Dirk Messner am 7. September 2021 in Berlin überreicht. Die von Sven Plöger moderierte Veranstaltung konnte per Livestream verfolgt werden.

Wettbewerbskategorien

Der Bundespreis umfasst vier Kategorien: „Wohngebäude“, „Nichtwohngebäude“, „Quartiere“ und „Klimagerechte Sanierung“. Daneben wurden unter allen Einreichungen Sonderpreise für besonders innovative und nachhaltige Lösungen vergeben, welche in herausragender Weise ökologische Maßnahmen realisierten: z. B. durch die Anpassung an den Klimawandel (Resilienz), durch das Reduzieren der Ansprüche auf das richtige Maß (Suffizienz) oder durch nachhaltige bauliche und soziale Lösungen auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Die Preisträger

In der Kategorie Nichtwohngebäude wurde der Ergänzungsbau des Berufsschulzentrums in Mühldorf am Inn der ARGE Schmuck‐Anglhuber Architekten mit dem Bundespreis UMWELT & BAUEN 2021 ausgezeichnet. Das Schulzentrum, welches für 1.400 Schüler*innen sowie 100 Lehrer*innen Lehrräume und Fachklassen wie Bäckerei, Kühlräumen und Großküchentechnik zur Verfügung stellt, zeichnet sich durch ein innovatives Energiekonzept aus. So erzeugt das Gebäude, auch unter Berücksichtigung des Nutzerstromes, mehr Energie als es verbraucht. Ein Wärmepumpenkonzept mit Eisspeicher verbindet effiziente Heizung und Kühlung mit der Nutzung von Abwärme, beispielsweise aus der Bäckerei. Durch das ausgefeilte Lüftungssystem ist ein Präsenzunterricht auch unter Pandemie-Bedingungen möglich.

Neben dem Hauptpreisträger wurden weitere vier Projekte mit Anerkennungen ausgezeichnet, darunter zwei in der neu geschaffenen Kategorie Klimagerechte Sanierung:

  • Neue Dorfmitte, Denklingen, Bayern (Klimagerechte Sanierung):
    Die Neugestaltung des denkmalgeschützten Gasthofes zum Rathaus mit Bürgersaal der Gemeinde Denklingen führt zu einer Wiederbelebung der Dorfmitte – und erhält ein über 300 Jahre altes Gebäude im Betrieb.
  • Stadtquartier Margaretenau, Regensburg, Bayern (Klimagerechte Sanierung):
    Dem Projekt gelingt es, durch eine Warmmieten-konstante Sanierung und einer intensiven Partizipation der Mieter*innen auch die sozialen Aspekte einer Sanierung zu berücksichtigen.
  • Kinderkrippe, Waltenhofen, Bayern (Nichtwohngebäude):
    Der Einsatz CO2-neutraler Baustoffe wurde durch die Holzkonstruktion umgesetzt, bei der bewusst auf die Verwendung regionalen Holzes sowie die Vermeidung von Leimkonstruktionen und lösemittelhaltiger Produkte geachtet wurde.
  • Werk II der Firma elobau, Leutkirch im Allgäu, Baden-Württemberg (Nichtwohngebäude):
    Das Projekt zeigt, das auch ein großes Industriegebäude in Holzbauweise realisiert werden kann. Der Erweiterungsbau des Logistikzentrums der Firma elobau wurde im Energie-Plus-Standard mit ca. 3.040 m² Photovoltaik-Anlagen auf den Dachflächen errichtet.

Weitere Informationen

Für den Bundespreis UMWELT & BAUEN 2021 sind insgesamt 29 Bewerbungen im Projektbüro der Ökozentrum NRW GmbH eingegangen. Die ausgezeichneten Projekte wurden unter Leitung von Frau Professor Dr. Reicher durch eine zwölfköpfige Jury bestehend aus Architektinnen und Architekten , Expertinnen und Experten des nachhaltigen Bauens aber auch Institutionen wie dem Deutschen Mieterbund e.V. und den kommunalen Spitzenverbänden gekürt. Ausschnitte der Preisverleihung, wie die Key-Note von Susanne Wartzeck (Präsidentin BDA) werden in Kürze auf der Website des Bundespreises UMWELT & BAUEN verfügbar sein. Weiterhin werden alle ausgezeichneten Projekte in einem Buch vorgestellt, das ab November 2021 im UBA erhältlich sein wird.

Das Öko-Zentrum NRW hat im Auftrag des BMU den Bundespreis konzipiert und war mit seinen Projektpartnern MediaCompany und B.A.U.M. e.V.  für die organisatorische Durchführung verantwortlich.

Fragen zum Bundespreis beantwortet das Projektbüro beim Öko-Zentrum NRW unter 02381 30220-99 oder per .

 

Links

Themenseite "Bundespreis Umwelt und Bauen" des Umweltbundeamtes:

https://www.umweltbundesamt.de/bundespreis-umwelt-bauen-start

Broschüre der Preisträger und Anerkennungen zum Bundespreis Umwelt und Bauen:

https://www.umweltbundesamt.de/dokument/nachhaltige-gebaeude-quartiere-oekologische-0

 

Bildergalerie

 


Einen Rückblick auf den Bundespreis 2020 und die Preisträger finden Sie hier.

 

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