Liebe Leserinnen und Leser, erst acht Jahre ist das her – und die Welt sieht anders aus: Nach dem 2018 durch Fridays for Future ausgelösten Boom ist die Situation im Klimaschutz in Deutschland aktuell eher frustrierend. Dabei sticht unser Sektor, der Gebäudebereich, leider besonders negativ heraus. Dies meint die Zahlen zur Treibhausgasemission, aber auch die derzeitige politische Diskussion. Schauen wir zunächst auf die Zahlen: Während der CO2-Gesamtausstoß 2025 aufgrund der Konjunkturflaute leicht zurückgegangen ist, stieg dieser im Gebäudebereich sogar, laut Umweltbundesamt um 3,4 Mio. Tonnen. Auch wenn die Hauptursache dafür die kühle Witterung war (kalte Winter sollen mitunter vorkommen hierzulande): Es ist höchste Zeit, die Anstrengungen im Klimaschutz zu erhöhen und von Berlin aus klare Signale dazu auszusenden, welche Vision man verfolgt. Damit sind wir bei den politischen Rahmenbedingungen. Den Entwurf der Großkoalitionäre für den GEG-Nachfolger Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) haben wir Ihnen vor vier Wochen in einem Extra-Newsletter vorgestellt. Außer einem breiten negativen Echo und teils beißender Kritik war dazu öffentlich kaum etwas zu hören. Mir ist kein Zeitungsartikel und kein Rundfunkbeitrag bekannt, der den rückwärtsgewandten Kompromiss nicht „abgewatscht“ hätte. Für das geplante GMG kann man nur hoffen, dass das parlamentarische Verfahren noch Verbesserungen für den Klimaschutz, aber auch den Mieter- und Verbraucherschutz bringt, die eine breitflächige Renaissance fossiler Heizungen verhindern. Gleichzeitig kann aber jeder Marktakteur selbst aktiv werden und mit Aufklärung seinen Teil zur Wärmewende beisteuern. Ein Beispiel für NRW: Das Öko-Zentrum NRW wird ab Mai 2026 für das Land 16 Info-Veranstaltungen organisieren, um für den Umstieg im Heizkeller zu werben. In diese Termine können sich regionale Marktakteure einbringen und Flagge zeigen. Denn Information und Motivation sind umso wichtiger, je diffuser die Impulse aus der Bundespolitik sind. Hoffnung kommt auch aus Brüssel. Behalten wir die deutsche Umsetzung der Europäischen Gebäuderichtlinie im Auge, denn diese sieht die Bildung von „One-Stop-Shops“ vor, von denen sich die EU eine intensivere „Betreuung“ von Hauseigentümern bei der energetischen Modernisierung erwartet. Zwischen den Zeilen ist zudem zu lesen, dass die bisherigen Beratungen von Klimaschutz- und Energieagenturen oder Verbraucherzentralen noch weiter intensiviert werden sollen. Gewollt ist eine bessere Verzahnung der Initialberatungen mit der Umsetzungsebene aus Ingenieuren, Architekten, Handwerkern sowie mit den Finanzierungseinrichtungen. Zudem wird eine Konzentration auf einkommensschwache Haushalte und vulnerable Zielgruppen eingefordert. Dahinter steht der Wunsch, durch Förderprogramme nicht einseitig Besserverdienende zum Handeln zu veranlassen, sondern Wege zu entwickeln, der steigenden Energiearmut gerecht zu werden. Kurzum: Wir lassen uns den Optimismus und Spaß am Thema nicht nehmen, wenn aus Berlin irritierende Nachrichten kommen. In solchen Phasen hilft es, den Kopf auch einmal in andere Richtungen zu drehen. |
 |
Ihr Manfred Rauschen
Geschäftsführender Gesellschafter |
|
| Punktlandung bei der Frist, Bruchlandung beim Inhalt: Heftige Kritik am neuen Klimaschutzprogramm der Bundesregierung |
|
|
|
Prokrastination im Bundeskabinett? Ob die Spitzen der Koalition von „Aufschieberitis“ - so der volkstümliche Begriff für das Fachwort – betroffen sind, muss offenbleiben. Allerdings fällt beim „Klimaschutzprogramm 2026“, das Bundesumweltminister Carsten Schneider gestern in Berlin vorstellte, der Zeitplan auf: Bis zum 25. März war die Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, ein neues Absichtspapier vorzulegen. Dessen letzte Fassung hatte das Bundesverfassungsgericht einkassiert: Zu unkonkret, zu wenig wirksam, befanden die Juristen im Urteil nach einer Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Punktgenau am allerletzten Tag der Frist erschien nun das 270 Seiten umfassende Programm – und die Reaktionen darauf ließen jegliche „Aufschieberitis“ vermissen. Binnen Stunden war das Netz voll von negativen Bewertungen, die keineswegs nur von den „üblichen Verdächtigen“ stammen. In ihrem Klimaschutzprogramm muss die Regierung darlegen, wie Deutschland seine verbindlichen Ziele erreichen will: minus 65 Prozent Treibhausgase bis 2030, minus 88 bis 2040 und Klimaneutralität bis 2045. Die neuen Schneider-Vorschläge dafür reichen nicht nur Umweltverbänden nicht: Zu bürokratisch und zu teuer, befindet beispielsweise der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Peter Adrian: „Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei den Klimazielen zunehmend auseinander.“ Die DUH kündigte gar schon die nächste Klage an. Mit dem Gebäudesektor, neben dem Verkehr das „Sorgenkind“ der Klimaschutz-Politik, befassen sich nur zehn der fast 300 Seiten des Berichts. Darin findet sich neben viel Wortgeklingel und schon Bekanntem (z.B. Weiterführung der BEG) wenig Überraschendes. In die Pressemitteilung zum Klimaschutzprogramm schaffte es folgerichtig nur eine einzige Maßnahme: ein geplantes „Fernwärmepaket“ für den Ausbau der Wärmenetze und die Erhöhung des EE-Anteils darin. |
| GEG-Novelle: Referentenentwurf lässt auf sich warten, aber 1. Juli bleibt Stichtag |
|
|
|
Eigentlich hätte das Bundeskabinett gestern den Beschluss treffen sollen. Aber bei dem Wort „eigentlich“ ist meist Skepsis angebracht, so wie beim IT-Freak aus dem Freundeskreis, der einem ratlos erklärt, dass die installierte Software doch „eigentlich“ laufen müsse auf dem PC. So überrascht es nicht, dass der Auftakt zum Gesetzgebungsverfahren für das neue „Gebäudemodernisierungsgesetz“ (GMG) auf „Mitte April“ verschoben wurde. Laut der Rheinischen Post sei den Koalitionären die Zeit bis Ostern zu knapp erschienen für das von ihnen präferierte reguläre (= nicht verkürzte) Verfahren. Da das Datum des Osterfestes so neu nun allerdings auch nicht ist, darf man einen weiteren Grund vermuten: den Willen, noch einige Webfehler der Novelle auszubessern. Zudem liefen nach der Vorstellung der GMG-Eckdaten zwei wichtige Landtagswahlen mit politischen Erschütterungen bis nach Berlin. In Summe: Es gibt keinen Referentenentwurf, über den wir hier berichten könnten, gleichwohl aber Neuigkeiten. Schon in unserem Sonder-Newsletter haben wir darauf hingewiesen, dass die GMG-Eckdaten teilweise mit EU-Vorgaben kollidieren und andere Bereiche noch nicht hinreichend einbezogen sind. Zu letzteren gehört der Mieterschutz – was die mit der Novelle ohnehin fremdelnde SPD auf den Plan gerufen hat. Die Partei der „kleinen Leute“, die zuletzt bei diesen kaum punkten konnte, pocht auf klare Regelungen, wie Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) gegenüber der dpa betonte: "Es darf nicht passieren, dass (…) die Mieter das Risiko für das immer teurere Gas tragen.“ Auch das - ebenfalls SPD-geführte - Bundesjustizministerium befürchtet, dass die Mieter die Zeche zahlen für unsinnige Entscheidungen ihrer Vermieter beim Heizungswechsel. Das Ressort will sich daher intensiv einbringen in den Gesetzgebungsprozess zum GMG. Am 1. Juli als Datum des Inkrafttretens hält die Regierung aber einstweilen fest, wie Sie auf unserer Website nachlesen können. |
| Für mehr Präzision für zentrale Begriffe: BBSR veröffentlicht Glossar klimaangepassten und ressourcenschonenden Bauen |
|
|
|
Vor genau zwanzig Jahren war Schluss: Rund 300.000 Stichwörter auf rund 24.500 Seiten umfasste die 21. Auflage der „Brockhaus Enzyklopädie“, die 2005/06 erschien und die letzte Edition des berühmten Allgemeinlexikons darstellt. Mit diesen Werten kann die jüngste Publikation aus dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung (BBSR) nicht mithalten – muss sie aber auch nicht: Anders als der Brockhaus konzentriert sich das soeben veröffentlichte „Glossar zum klimaangepassten und ressourcenschonenden Bauen“ auf das Thema, das im Titel benannt ist. Somit kommt das Buch mit 178 Seiten aus – und die gibt es sogar zum Nulltarif, während man für den Brockhaus 2.490 Euro hinblättern musste. Mit der steigenden Aufmerksamkeit für das Thema Klimaschutz und dem parallel wachsenden Kreis der Debattierenden wachse die Gefahr einer immer ungenaueren Verwendung von Begriffen und Konzepten, schreibt das BBSR im Begleittext zu der Neuerscheinung. Daher müssten viele bislang sehr weitgefasste Schlagworte für die sinnvolle Anwendung im avisierten Spezialbereich – Gebäude und Liegenschaften – erst einmal hinreichend genau eingegrenzt werden. Dieser Aufgabe hat sich ein achtköpfiges Autorenteam im Auftrag des Bundesinstituts gestellt – mit Erfolg, so die einhellige Lesermeinung im Öko-Zentrum NRW. „Der Band hilft, Begriffe präzise einzuordnen, Missverständnisse zu vermeiden und eine gemeinsame Diskussionsbasis zu schaffen – über Fachgrenzen hinweg“, resümiert Prokurist Thomas Rühle. Das Glossar richtet sich an Planende, Kommunen, Verwaltung, Wissenschaft und Baupraxis, aber auch an alle, die sich fundiert mit nachhaltigem Bauen auseinandersetzen möchten. Hier geht es zum Download. |
| Drei neue Leitfäden zur seriellen Sanierung nach dem Energiesprong-Prinzip: Was geht wo an welchen Gebäuden? |
|
|
|
Beim Energiesprong ist vieles nur Fassade. Das sehen auch die Niederländer so, denn sie haben dieses Konzept für die energetische Sanierung von Wohngebäuden vor gut einem Jahrzehnt entwickelt und seitdem bei Tausenden von Projekten umgesetzt. Energiesprong – auf Deutsch: Energiesprung – zielt ab auf schnelle Realisierung, auf Kostenreduktion, Nachhaltigkeit und Mieterfreundlichkeit. Diese Vorteile lassen sich insbesondere durch die industrielle Vorfertigung von Fassaden (und von Dachelementen) erreichen, sprich: durch serielle Sanierung. Solche Teile müssen fachgerecht am Bestandsbau befestigt werden – weshalb sich ein neuer Leitfaden der dena eigens mit diesem Thema beschäftigt. Er ist nicht die einzige Neuerscheinung im März: Um Planende, Energieberatende sowie Hersteller bei seriellen Lösungen gezielt zu unterstützen, hat die dena noch zwei weitere herausgegeben. Der Leitfaden „Bestandsaufnahme für die serielle Sanierung“ hilft bei der Einschätzung, ob ein Objekt grundsätzlich für die serielle Sanierung geeignet ist und definiert den weiteren Untersuchungsbedarf. Praktisch: Die mitgelieferte Checkliste ermöglicht eine präzise und effiziente Erfassung aller relevanten Parameter. Die bereits erwähnte Handreichung „Befestigungen in der seriellen Sanierung“ widmet sich bis ins (Anschluss-)Detail den Anforderungen entsprechender Fassaden- und Modullösungen an die Gebäudehülle. Komplettiert wird das Neuheiten-Trio mit einem „Empfehlungskatalog“ zur „Kreislauffähigkeit in der seriellen Sanierung“. Mit seiner Hilfe lässt sich Nachhaltigkeit systematisch schon in die Planung integrieren. Alle drei Publikationen können auf der Energiesprong-Website kostenlos heruntergeladen werden. |
| Aktionstage an 16 Orten und im Netz: NRW will klimafreundliche Technik in die Heizkeller bringen |
|
|
|
Flächenmäßig ist es „nur“ Platz 4 unter den deutschen Bundesländern - Bayern ist doppelt so groß. Bezogen auf die Bevölkerung hat Nordrhein-Westfalen die Nase allerdings weit vorn: Mehr als jede und jeder fünfte Deutsche (18 Millionen) wohnt zwischen Rhein und Weser. Wie gut, dass die vom NRW-Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) gemeinsam mit Partnern aus Handwerk, Energieberatung, Industrie und Verbraucherverbänden ins Leben gerufene Initiative „Heizkeller der Zukunft“ gleich 16 Aktionstage vor Ort umfasst. So ist gewährleistet, dass kein Westfale, Rheinländer oder Lipper weit fahren muss, um sich persönlich über klimafreundliche Heizlösungen zu informieren. Um die nämlich geht es bei der im Mai anlaufenden Veranstaltungsreihe, die sich an Eigenheimbesitzer/innen richtet und in die man sich als lokaler Partner einbringen kann. Von Aachen bis Herford und vom Kreis Wesel bis Paderborn reicht das Spektrum der Orte, an denen Ratsuchende in den „Heizkeller der Zukunft“ steigen können. Dazu kommt noch eine große Online-Veranstaltung am 5. Mai. Ob live oder am Bildschirm: Wärmepumpen spielen eine zentrale Rolle bei der Initiative, denn anders als Zukunftsvisionen wie grüner Wasserstoff steht diese Schlüsseltechnologie des Klimaschutzes schon heute zur Verfügung. Ebenfalls ein Kennzeichen der „Heizkeller“-Reihe: Sie setzt stark auf lokale Partner: „Handwerksbetriebe, Energieberatende, Verbraucherzentralen und Klimaagenturen, Handwerkskammern und Innungen, aber auch Kommunen, Hersteller, Immobilienverbände sowie lokale Projekt- und Sanierungsnetzwerke können sich auf den begleitenden Messen präsentieren“, lädt Leila Morgenroth vom Öko-Zentrum NRW potenzielle Mitstreiter ein. Im Auftrag des MWIKE organisiert sie die Aktionstage, deren Orte und Termine hier zu finden sind. |
| Segensreiches Modellvorhaben: Sanierung und Umbau der Apostelkirche zur KiTa ist das neue Projekt des Monats |
|
|
|
Nur 55 Jahre währte die klerikale Nutzung der Apostel-Kirche in Hamm. In einer Zeit starken Wachstums der evangelischen Gemeinde 1967 eingeweiht, verlor sie ihre Bedeutung sukzessive mit dem Schrumpfen der Gläubigenzahl. 2022 zog der zuständige Pfarrbezirk die Reißleine: Er entweihte den Sakralbau und verkaufte ihn an einen Investor. Was das mit dem heutigen „Projekt des Monats“ zu tun hat? Viel, denn die Apostelkirche wurde zwar säkularisiert, aber zugleich unter Denkmalschutz gestellt. Das bildete den Rahmen für die Neunutzung: Die einstige Kirche sollte Teil der neuen KiTa Drei Könige werden. Das Öko-Zentrum NRW unterstützte die Umnutzung in mehreren Bereichen – und sah sich dabei noch mit einer weiteren Folge der Standortgeschichte konfrontiert. Hamm war über Jahrzehnte hinweg Bergbaustadt – so war der Sitz des Öko-Zentrums NRW einst das Gelände der Zeche Sachsen. Und wo es Bergbau gab, gibt es Bergschäden. Bei der Apostelkirche galt es in Richtung der angrenzenden Straße eine Niveaudifferenz von 37 cm auszugleichen. Da sich die Beauftragung des Öko-Zentrums NRW auch auf die Mitplanung der Innendämmung erstreckte, hatte sich das Team mit dieser Schieflage zu befassen, Die Lösung bestand in einer höhenabhängigen Stärke der Dämmung und einer besonderen bauphysikalischen Bewertung. Wie eine leerstehende Kirche zur quirligen „Heimat“ für rund 100 KiTa-Kinder wurde und dabei dennoch ihr „Gesicht“ behielt, lesen Sie hier. |
| „Der Markt braucht Verlässlichkeit“: Interview mit SHK-Branchenmagazin frei lesbar |
|
|
|
„Die Wärmepumpe in ihrem Lauf halten weder Grünöl noch Biotreppe auf.“ So ließe sich - in Anlehnung an ein bekanntes Honecker-Zitat – ein Interview auf den Punkt bringen, das Jan Karwatzki, Bereichsleiter und Prokurist des Öko-Zentrums NRW, jetzt dem SHK-Branchenorgan „Si“ gegeben hat. Solche Medienanfragen trudeln regelmäßig in Hamm ein, können aus Zeitgründen aber nur selten bearbeitet werden. Diesmal hat es geklappt – mit einem Benefit für die Leserschaft unseres Newsletters. Der Holzmann-Verlag, Herausgeber des nach eigenen Angaben größten „Fachmagazins für SHK-Unternehmer“, hat freundlicherweise zugestimmt, dass wir Ihnen den Link zum Interviewzur Verfügung stellen. Anders der frühere DDR-Staatschef hat Jan Karwatzki stichhaltige Argumente für seine Prognose. So sei gerade das Heizen mit Wasserstoff und grünen Gasen eine unsinnige, da „sehr teure Nischenlösung“. An den Plänen für das künftige Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) kritisiert er vor allem die damit erneut ausgelöste Verunsicherung. Die Branche brauche klare und dauerhafte Leitplanken: „Ohne diese Verlässlichkeit werden Investitionen immer wieder verschoben“, so der Architekt, der aufgrund seiner Referententätigkeit das Ohr eng am Markt hat. Bezüglich des GMG macht er Hoffnung auf Nachbesserungen: „Die Diskussion ist noch lange nicht abgeschlossen.“ |
| Fundgrube zum Einlesen oder Vertiefen: neuer Themenschwerpunkt zur Kreislaufwirtschaft beim „Gebäudeforum“ |
|
|
|
Im Handball ist er einer der wichtigsten Spieler: der Kreisläufer. Zu seinen Hauptaufgaben gehört es, eine Bresche in der gegnerischen Abwehr zu erzwingen, damit die eigene Mannschaft punkten kann. Im übertragenen Sinne betätigt sich auch die Deutsche Energie-Agentur (dena) derzeit als „Kreisläufer“: Auf ihrer Website „Gebäudeforum klimaneutral“ hat sie in dieser Woche den neuen Themenschwerpunkt „Kreislaufwirtschaft im Gebäudesektor“ freigeschaltet und mit umfangreichen Materialien unterfüttert. Die bieten sich – analog zum Handball– an, um Barrieren in Form von Informationsdefiziten aufzuhebeln. Kernstück des Schwerpunktes ist ein zusammen mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie erstellter Bericht zur „Kreislauffähigkeit im Gebäudesektor“. Dieser Sektor müsse „sich grundlegend (…) transformieren“ und „die Kreislaufwirtschaft bildet hierfür einen zentralen Hebel“, begründen die Einrichtungen die Herausgabe ihrer kompakten Schrift (60 Seiten). In der beschreiben die vier Autorinnen und Autoren zunächst die Ausgangslage, um sich dann den Grundlagen der Kreislauffähigkeit zu widmen und abschließend eine „Methodik zur Analyse der Kreislauffähigkeit im Gebäudesektor“ aufzuzeigen. Neben dieser Publikation finden Interessierte auf der Website viele weitere Handreichungen, um sich einzulesen oder aber Wissen zu vertiefen: So gibt es Hinweise auf benachbarte Felder, die im „Gebäudeforum“ schon aufbereitet wurden, Links zu Aktivitäten von Netzwerkpartnern, Best-Practice-Beispiele und diverse Downloads, darunter Grafiken zur Verwendung in eigenen Präsentationen. |
| Elf Erfahrungsberichte in vier Blöcken: „Kommunentagung“ bietet auch 2026 Praxiswissen für den Klimaschutz vor Ort |
|
|
|
Nichts ist im April beständiger als der Wandel. Das gilt für das Wetter – was keine Legende ist, sondern meteorologische Ursachen hat (arktische Luftmassen treffen auf bereits wärmere aus dem Süden). Das gilt aber auch für die alljährliche Kommunentagung: Die läuft gefühlt immer Ende April, tatsächlich manchmal aber auch im Mai (was banale Ursachen hat – die NRW-Schulferien nämlich). Die diesjährige – inzwischen schon vierzehnte - Auflage des Events deckt sich mit dem Bauchgefühl der Zielgruppe: Sie findet statt: am 24. April in Hamm – oder auf Wunsch am eigenen Arbeitsplatz. Die Online-Teilnahme ist seit Corona möglich und für die Zugeschalteten kostenfrei – so klappt’s auch mit der Amtsleitung, die vielleicht sorgenvoll auf den Reisekostenetat schaut. Die letzten Details des Programms sind geklärt und Anmeldungen noch möglich. Im Mittelpunkt der Kommunentagung steht wie immer die Frage, wie Städte und Gemeinden die Anforderungen an den kommunalen Klimaschutz praxisnah umsetzen können. Antworten liefern vier Themenblöcke mit insgesamt elf Impulsreferaten. Im ersten Block geht es um die künftigen Verpflichtungen aus der EU-Gebäuderichtlinie, so die Einrichtung zentraler Anlaufstellen (One-Stop-Shops). Der zweite befasst sich mit dem kommenden Gebäudemodernisierungsgesetz, der dritte mit dem Schulbau und der energetischen Sanierung von Schulgebäuden. Nach der Mittagspause informiert der abschließende Block über die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung und die Einbeziehung des Handwerks in die Wärmewende. Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende von Kommunen sowie kommunalen Unternehmen, aber auch an Interessierte aus Architektur, Ingenieurwesen, Energieberatung und verwandten Bereichen. Ausrichter ist der bewährte Verbund aus Städte- und Gemeindebund NRW, Kommunal Agentur NRW, NRW.Energy4Climate und Öko-Zentrum NRW. |
| Aktiv in die neue Saison: NNU lädt ein zum Netzwerktreffen und zu weiteren Vorträgen „Außer der Reihe“ |
|
|
|
Rund 240 Kilometer trennen Hamm von der Nordsee. Dennoch kennt man im westlichen Ruhrgebiet die richtigen Erfolgsrezepte, damit möglichst viel ins Netz geht. Der „Beifang“ stellt hier kein Problem dar – im Gegenteil: Im Netzwerk Nachhaltige Unterrichtsgebäude (NNU) sind alle Interessierten willkommen, auch wenn sie anfangs vielleicht einfach nur mal „hineinschnuppern“ möchten in die Plattform für den Austausch zu Planung und Realisierung entsprechender Bauten. Rund 330 Akteure aus Bau-, Schul- und Hochschulverwaltungen, dazu Planungs- und Architekturbüros, Schulbauberatende und Unternehmen, gehören dem Netzwerk inzwischen an. Auch bei seinen kommenden Aktivitäten bleibt das NNU seinen bewährten Prinzipien treu, als da wären: Ideenvielfalt und Praxisnähe. Am 16. und 17. April geht es ins Ruhrgebiet, wo das Thema „Modulares Bauen im Schulbau“ im Fokus des nächsten Netzwerktreffens stehen wird. Im Baukunstarchiv NRW in Dortmund werden Mitarbeitende von Kommunen, Planende, Beratende zum Schulbau, Lehrende und Interessierte zusammenkommen, um ihre Erfahrungen zu flexiblen, wirtschaftlichen und pädagogisch durchdachten Schulbaukonzepten im Kontext der Klimaziele zu teilen. Vorträge und Exkursionen bereichern das Programm, für das man sich hier anmelden kann. Schon zwei Wochen vor dem Netzwerktreffen geht es mit der beliebten Online-Vortragsreihe „Außer der Reihe“ des NNU weiter. Alle zwei Wochen bietet diese praxisrelevante Infos rund um Planung, Bau und Betrieb nachhaltiger Bildungsbauten. Im nächsten Vortrag am 2. April geht es um Entscheidungshilfen zur Fassadenbegrünung bei Bildungsbauten. |
| Familiendomizil in der Chefetage: Quarks zeigt Ideen für das Bauen und Wohnen von Morgen |
|
|
|
„Kölsch oder Pils?“ „Alt natürlich“ empört sich Klaus Franken, CEO der Catella Property Group. Schließlich spielt die Szene in Düsseldorf und dort gehört Lokalpatriotismus auch bei Projektentwicklern zum guten Ton. Frankens Firma hat den Umbau der früheren ThyssenKrupp-Verwaltung in Wohnungen gemanagt: 340 Einheiten konnten hierdurch dem engen Markt der Landeshauptstadt zugeführt werden, davon 20 Prozent mit einer gedeckelten Miete von 8,50 €/m². Der Gebäudeblock in Rheinnähe ist eines der innovativen Projekte, die das WDR-Wissenschaftsmagazin Quarks in seiner März-Folge vorstellt. Der Titel der Sendung, die unser Medientipp des Monats ist: „Bezahlbar, sicher, klimafest · Wie wir in Zukunft wohnen und bauen“. Ob Bürokonversion, Strohhaus, Tiny House, Wohnungstausch oder Urban Mining: Nachhaltigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch die 45-minütige Doku. Die bleibt bei einzelnen Objekten nicht stehen, sondern nimmt auch übergeordnete Aspekte in den Blick. Quarks zeigt, wie kluge Stadtplanung unseren Alltag konkret verbessert: Dächer, die kühlen und Strom liefern, die "Schwammstadt“ als Mittel gegen Hitzeinseln und Quartiere der kurzen Wege statt Dauerstau. Zum Stream der Sendung geht es hier lang. |
Netter Schwarm sucht weitere Intelligenz: Stellenangebote
|
| Arbeiten Sie an Ihrer Zukunft. Und an der des Bauens. Bei uns. Das Öko-Zentrum NRW ist einer der führenden Anbieter für Planung, Beratung und Qualifizierung im energieeffizienten und nachhaltigen Bauen. Seit über 30 Jahren stehen wir für die berufsbegleitende Schulung von Bauakteuren, zudem erstellen wir Gutachten und Fachplanungen für Neu- und Bestandsbauten. Interessiert an einem Job mit Sinn und Verstand? Dann lesen Sie unsere Stellenangebote. Aktuell sind vier Positionen zu besetzen, darunter eine Projektleitung; zudem können Werkstudierende bei uns Praxiserfahrungen sammeln. Gern können Sie sich auch initiativ bewerben. |
TERMINE UND LEHRGANGSSTARTS |
| Erweitern Sie Ihre Kompetenz und damit Ihren Kundenkreis. Auf der Internetseite der Öko-Zentrum Akademie finden Sie eine detaillierte Übersicht unserer Fernlehrgänge und Online-Seminare. |
Eine Auswahl aus dem aktuellen Angebot
|
| FERNLEHRGANGEnergieberater werden in 5 Monaten. Selbstbestimmtes Lernen - wo und wann Sie wollen. |
| | 17. April | 03. Juni 2026 |
| FERNLEHRGANGEnergieberater werden in 6 Monaten. Selbstbestimmtes Lernen - wo und wann Sie wollen. |
|
|
LEHRGANGKommunale Wärmemanagerin / Kommunaler Wärmemanager werden. Gestalten Sie die Wärmewende.
|
| | | ONLINE-SEMINAR Erste Orientierung zu den neuen Rahmenbedingungen und wichtige Informationen, um Hausbesitzer:Innen fundiert beraten zu können. |
|
|
28. April | 11. Mai | 15. Juni 2026 |
| ONLINE-SEMINAR Eine praxisorientierte Übersicht über die gesetzl. Anforderungen an die Energieeffizienz von Wohn- und Nichtwohngebäuden. |
| | | ONLINE-SEMINAR Erfahren Sie, wie Sie versteckte Schadstoffe, wie wie Asbest, KMF, PAK, PCP, PCB und Formaldehyd in Bestandsgebäuden identifizieren und bewerten können. |
|
|
Save the date! 24. April 2026 |
TAGUNG Herausforderungen und Lösungsansätze rund um den kommunalen Klimaschutz mit dem Schwerpunkt des kommunalen Bauens und Sanierens.
|
|
Öko-Zentrum NRW GmbH Planen Beraten Qualifizieren Sachsenweg 8 59073 Hamm Registriergericht: Hamm HRB 1583 Geschäftsführender Gesellschafter: Diplom-Volkswirt Manfred Rauschen |
|
|
|