Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels

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Förderrichtlinie aktualisiert und neu aufgelegt

Die Förderrichtlinie zur „Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ wurde im Sommer 2021 aktualisiert und nun veröffentlicht. Im Rahmen von zwei Förderschwerpunkten werden zielgerichtete Konzepte und Maßnahmen gegen die Folgen der Erderwärmung, wie Hitzestress oder Überschwemmungen, bezuschusst. Dies ist ein Teil des Drei-Punkte-Plans der Bundesregierung zur Anpassung an den Klimawandel.

Im ersten Förderschwerpunkt (A) werden Anpassungskonzepte (A.1 - Erstvorhaben) sowie die Umsetzung von Maßnahmen aus den Anpassungskonzepten (A.2 - Anschlussvorhaben) gefördert. Zusätzlich können einzelne, investive Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel (A.3) gefördert werden, die im Rahmen von anderen Anpassungskonzepten (unabhängig von A.1) erarbeitet wurden. Hierzu zählen insbesondere Maßnahmen „im“ sowie „am Gebäude“ und „im Umfeld der Gebäude“ – auch „im öffentlichen Raum“.

Der zweite Förderschwerpunkt fördert innovative Modellprojekte für die Klimawandelanpassung (B), welche mit bundesweiter Strahlkraft und einem hohen Potenzial zur Übertragung auch mehrere Klimawirkungen adressieren. Es werden im Sinne eines Wettbewerbs lediglich 5 bis 10 Projektskizzen aus der Gesamtheit dieses Förderschwerpunktes zur Förderung zugelassen. Die Modellhaftigkeit, Übertragbarkeit sowie Innovation des Projektes bilden die maßgeblichen Entscheidungskriterien.

Adressaten sind vor allem Kommunen und kommunale Einrichtungen, welche sich für beide Förderschwerpunkte bewerben können. Im Gegensatz zum ersten Förderschwerpunkt, können sich beim zweiten Förderschwerpunkt auch Betriebe, Unternehmen, Hochschulen, Vereine und Stiftungen o.ä. bewerben. Nicht berücksichtigt werden Anträge, die im Rahmen der oben genannten Förderrichtlinie zur Anpassung von sozialen Einrichtungen förderfähig sind.

Folgende Förderquoten gelten gemäß der Förderrichtlinie „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ (Stand 19.07.2021).

Förderschwerpunkt A:

Förder-
schwerpunkt
Förder-
quote
Mindestzuwendung Maximalzuwendung Förderquote für
finanzschwache Kommunen
 A.1 80 % 50.000 € 225.000 € 90 %
 A.2 80 % 50.000 € 275.000 € 90 %
 A.3 50 % 10.000 € 200.000 € 65 %

Förderschwerpunkt B:

AntragstellergruppeFörderquote B.1 (Konzeptionierung)Förderquote B.2 (Umsetzung)

Kommunen und kommunale Eigenbetriebe und rechtlich selbstständige Einrichtungen der Kommunen, Landkreise

bis zu 80 %, für Kommunen bei Finanzschwäche bis zu 90 %

bis zu 50 % für Kommunen bei Finanzschwäche bis zu 65 %

Betriebe, Unternehmen und sonstige Einrichtungen mit mehrheitlich kommunaler Beteiligung

individuell entsprechend des kommunalen Anteils

individuell entsprechend des kommunalen Anteils

Unternehmen u. Forschungseinrichtungen (wirtschaftliche Tätigkeit)

bis zu 75 %bis zu 50 %

Hochschulen, Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen (grundfinanziert) sowie Verbände, Vereine, Stiftungen, Unternehmen (gemeinnützig im Sinne der Abgabenordnung)

bis zu 85 %bis zu 50 %

 

Das erste Antragsfenster für den Förderschwerpunkt A ist bereits gestartet. Für den Förderschwerpunkt B wird das erste Förderfenster Anfang 2022 geöffnet.

Neben dieser aktualisierten Richtlinie besteht weiterhin eine separate Förderung für Konzepte und Maßnahmen zur Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen.

Wir beraten Sie gerne über eine mögliche Förderung sowie eine Konzeptionierung und Umsetzung von Vorhaben im Rahmen von Klimafolgenanpassungsstrategien - sprechen Sie uns an.

 

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