EEG-Novelle: Neue Ziele beim Ausbau von Solar- u. Windenergie

Energieeffizienz |

Ein Entwurf zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wurde Anfang September vom BMWi in die Ressortabstimmung gegeben.

Die Klimaziele der Bundesregierung sehen vor, dass bis 2030 65 % des bundesdeutschen Stroms aus erneuerbarer Energie bezogen werden soll. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine neues EEG unabdingbar. Ein erster Entwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zeigt nun erstmals anhand konkreter Zahlen, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Der Ausbau von Solar- u. Windenergie nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein.

Ausbau von Solarenergie:

  • 100 Gigawatt bis 2030
  • Jährlicher Zuwachs (Solarenergie): 4,6 bis 5,6 Gigawatt
  • Förderung von großen Solaranlagen (über 500 Kilowatt) über Ausschreibungen

Ausbau von Windenergie:

  • 71 Gigawatt bis 2030
  • Jährlicher Zuwachs (Windenergie): rund 4 Gigawatt
  • Neue finanzielle Anreize für Kommunen und Bürgerinnen und Bürger
  • Eine „Südquote“, die den Ausbau insb. in Süddeutschland erleichtern soll

Bereits jetzt werden erste Stimmen laut, dass die Ziele der Novelle zu niedrig angesetzt seien. So titelte der Spiegel bereits am 01.09., dass es in dieser Form nicht für die Klimaziele für 2030 reiche. Der bis 2030 steigende Energieverbrauch, u. a. durch den Ausbau der Elektromobilität und der Herstellung von Wasserstoff, mache deutlich ambitioniertere Ziele erforderlich. Stark kritisiert wird auch, dass kleinere Photovoltaikanlagen nicht ausreichend gefördert würden und durch verpflichtende Smart Meter (intelligente Stromzähler) zum Teil sogar unwirtschaftlich werden könnten. In die gleiche Richtung geht auch die Kritik des Bundesverbandes Erneuerbare Energien e.V. (BEE).

Mit einer Abstimmung über die Novelle im Kabinett ist am 23. September zu rechnen. Damit ist ein Inkrafttreten zum 01.01.2021 möglich.
Über aktuelle Entwicklungen zur Novellierung des EEG halten wir Sie auf dem Laufenden.

 
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